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NÄHE UND DISTANZ - WORK-LIFE-BALANCE IN DER BI-BERATUNG

Der Wecker klingelt früh am Morgen. Das geplante Kundenmeeting wird noch am selben Vormittag 300 Kilometer weit weg stattfinden. Dazwischen soll das Frühstück, die Anreise via Bahn und die Vorbereitung auf den Termin zeitlich untergebracht werden. Nach dem erfolgreichen Meeting wird die Rückreise bis in die späten Abendstunden dauern. Geht sich das nicht aus, sucht man Erholung im Hotelbett in der fremden Stadt. Mit der Zeit kann es schwer werden, ein geregeltes Privatleben zu führen oder unter der Woche einem Hobby nachzugehen. 

Unser Junior Consultant Julian wird sich dem Thema Work-Life Balance in der BI-Beratung widmen und aus seiner Sicht darstellen. Er begibt sich auf die Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben und allem was dazwischenliegt. 

Er beschreibt exemplarisch wie der Arbeitsalltag eines Business Intelligence Beraters bei CoPlanner in einer Arbeitswoche ablaufen kann und wie die Work-Life-Balance dennoch gelingt.

Im Berufsalltag spielt die Nähe und Distanz des Arbeitsortes bzw. der Arbeitsumgebung eine große Rolle. Im täglichen Business des Beraters wird großer Wert auf den intensiven Kontakt zum Kunden und dem informativen internen Austausch mit den Projektmitgliedern gelegt. 

Natürlich wird nicht nur ein Projekt betreut, deshalb kann es oft vorkommen, dass die verschiedenen Anliegen der Kunden, den Consultant über die normale Wochenarbeitszeit hinaus beanspruchen. Hier ist das Bedürfnis für einen Ausgleich in der kurzen privaten Freizeit groß. 

Einen positiven Beitrag zur Erholung bieten flexible Arbeitszeiten und ein flexibles Arbeitsmodell (z.B. Home-Office an einem Freitag, etc.). Der Berater erhält die Möglichkeit, seine Zeit beruflich und privat bestmöglich selbständig und flexibel planen und vereinen zu können. Ein Mindestmaß an Planung (die An-und Abreise, Übernachtung, Folgetermine) ist notwendig. Ist der Berater unter der Woche meist unterwegs, bleibt in der Woche nicht viel Zeit für regelmäßige Aktivitäten in einem Verein oder zum Beispiel Fußballtraining im Team. 

Gute Planung ist die halbe Miete, wie es so treffend heißt – deshalb startet die Woche gut vorbereitet, bereits Sonntagabend mit dem letzten Check der Verbindungen zum vereinbarten Kundentermin. Fährt der Zug auch wirklich pünktlich ab und kommt er rechtzeitig am Ziel an, gibt es Streiks, oder könnte das Wetter einen pünktlichen Abflug verhindern? Dann geht es an das bereits routinierte Packen des Trolleys inkl. Arbeitswerkzeug (Laptop, Handy, etc.).

Aufgrund der großen Entfernung zum ersten Kunden in dieser Woche beginnt die Anreise an diesem Tag bereits sehr früh, ein Frühstück muss zunächst entfallen. Die Anreise zum Bahnhof erfolgt mit der Straßenbahn, anschließend geht es mit dem ICE direkt nach Frankfurt. Nach fast vierstündiger Anreise komme ich beim Kunden vor Ort an, der eine gute Beratungsleistung erwartet. Bei mehreren Projekten parallel ist es nicht einfach, aber wichtig den Überblick über die unterschiedlichen Kundenprojekte und deren gewünschten Anforderungen zu behalten. 

Nach der Ankunft ist ein kurzes Gespräch über den aktuellen Stand und die Ziele für die nächsten Wochen die Ausgangsbasis. In diesem Projekt wünscht sich der Kunde, dass für seine unterschiedlichen Gesellschaften im In- und Ausland eine legale Konsolidierung ermöglicht wird. Ziel ist es, nach längerem Stillstand der Konsolidierung, diese kurzfristig wieder in den operativen Betrieb zu nehmen, so dass der Abschluss des Kalenderjahres im CoPlanner vorgenommen werden kann. Hierfür werden Importe der Daten aus den Vorsystemen aufgebaut und abgestimmt. Kleine Korrekturen und Abstimmungen mit dem Kunden sind vorzunehmen. Nach einem langen, herausfordernden Arbeitstag geht es nun ins Hotel. Durch den frühen Arbeitsbeginn und der längeren Anreise am Morgen, besteht nicht mehr allzu großes Interesse an sportlichen Aktivitäten. In Gedanken bereits beim bevorstehenden Kundenprojekt am nächsten Tag, lasse ich den Abend heute früh ausklingen. 

Am nächsten Morgen geht es auch wieder früh los, wieder keine Zeit für Frühstück und einen entspannten Start in den Morgen. Der Flieger um 06:30 Uhr nach Österreich muss erwischt werden. Mit der S-Bahn geht es geradewegs vom Hotel zum Airport. Am Zielort angekommen folgt dann die Weiterreise per Bahn. Hier soll das CoPlanner-Modul Finanzplanung eingeführt werden. 

In einem gemeinsamen Workshop wurden die Schnittstellen zu Vorsystemen bestimmt, so dass der Datenabzug effizient durchgeführt werden kann. Das Layout der Masken und Reports werden, den Kundenanforderungen entsprechend, angepasst. Parallel dazu Erläuterungen, damit das System auch vom Kunden später selbständig erweitert werden kann.

Die dezentrale Planung soll ausschließlich über das Web laufen, während in der Zentrale auch der Windows-Client eingesetzt wird – also werden parallel beide Welten getestet.

Nach Beendigung des Workshops und der Absprache über die weiteren ToDos bis zum nächsten Vororttermin, geht es anschließend mit Kollegen zurück zum Flughafen und dann wieder nach Frankfurt. Nach der Ankunft am späten Abend bleibt nur noch Zeit für ein kleines Abendessen auf dem Weg zum Hotel.

Der Kundentermin am heutigen Tag ist etwas später angesetzt, so kann der Tag einmal etwas anders als sonst gestaltet werden. Es geht erstmal ins Fitnessstudio in der Nähe des Hotels mit anschließendem Jogging und einem ausgewogenen Frühstück. Als Berater bei CoPlanner wurde eine Gleitzeitregelung vereinbart.  Solange das mit dem Kunden abgestimmt ist, bleibt auch einmal freie Zeit als Ausgleich während den Reisen bei und zu Kunden. Nach dem etwas gediegeneren Start in den Morgen geht es dann auf zum Termin. 

Heute wird mit den Projektmitgliedern hinsichtlich der Darstellung von Masken und Reports in der Software diskutiert. Die Anforderungen des Kunden den Konzernabschluss zu erstellen, wird durch Standardmodule und dazugehörigen Rechenlogiken ermöglicht. Hier werden zunächst Stammdaten zu Bilanz-und GuV benötigt, die Bewegungsdaten in HB1 und danach können die Buchungen in vorgefertigten Masken erfasst werden. Die Standardreports werden nach den Anforderungen des Kunden erweitert und bedarfsgerecht implementiert. Nach Abschlussgespräch und Abstimmung der Folgeaufgaben steht die Weiterreise zu einem Interessenten nach Ulm an. Die Ankunft verzögert sich aufgrund einer Zugverspätung – erst kurz vor Mitternacht ist das Hotel erreicht. Passiert leider ab und an, echauffieren hilft auch nicht. Daily Business.

Der Termin ist heute wieder früh angesetzt, ein schnelles Frühstück und kurze Zeit später können wir uns im Presales-Workshop gegenüber den Konkurrenten absetzen und aus dem Interessenten einen Kunden gewinnen: Es wird eine integrierte Lösung für Planung, Analyse und Reporting mit dem Schwerpunkt Kostenrechnung eingeführt. Für dieses Thema ist bereits ein entsprechendes Modul verfügbar, die Logik ist vorhanden und muss nicht erst aufgebaut werden. Am Beginn des Projektes mit dem neuen Kunden steht der Fokus zunächst auf die gemeinsame Pflege der Stammdaten. Anschließend werden Ist-und Planwerte aus dem Vorsystem geladen. Danach sollen die Strukturen und die passenden Werte in standardisierte Masken und Reports eingebunden werden, aber bevor es soweit ist, sind weitere Abstimmungen und einiges an Arbeit der Projektbeteiligten im Hintergrund nötig. 

Nach einem langen Arbeitstag und Workshop sowie der Abstimmung der nächsten Ziele starte ich die Abreise in Richtung Heimat. Für große Aktivitäten fehlt an diesem Abend die Motivation, da die Arbeitswoche bereits viel an Kraft gekostet hat. Morgen ist kein Vor-Ort-Termin geplant, ich überlege mir einen Home-Office Tag zu machen und mir die Fahrt ins Büro zugunsten der Erholung, zu sparen. 

Statt der Reise ins Büro werde ich die Zeit nutzen um BackOffice-Tätigkeiten zu erledigen und richte mich, nach der Info an die Kollegen, im Home-Office ein. Spontan verabrede ich mich mit einem guten Freund zum Frühstück. Da dieser auch aus der IT Branche kommt, werden wir einige Themen über Neuheiten und Innovationen besprechen, gemeinsam konnten wir auch schon knifflige Fragen die bei unseren Kunden aufgetaucht sind, lösen – hier verschwindet die Grenze zwischen Beruf und Freizeit eindeutig. 

Anschließend bleibt noch Zeit für eine kurze Fahrradtour durch meine Heimatstadt, ich beginne den Arbeitstag heute später, dafür gut erholt und habe auch meinen Überstundensaldo für die Woche ausgeglichen. An meinem Schreibtisch angekommen, erledige ich zunächst die Abrechnung der Kosten für Travel und erfasse die Projektzeiten. Anschließend widme ich mich den einzelnen offenen Punkten aus den Kundenterminen der Woche. Einiges muss ich auf die folgende Woche verschieben – wir wachsen und es kommen immer mehr Aufträge und interessante Projekte an den Start. Deshalb sind wir auch ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeitern an unseren verschiedenen Standorten in Deutschland und Österreich.

Mit der Planung für die kommende Woche und dem Abschluss der BackOffice-Tätigkeiten verabschiede ich mich nun ins Wochenende. Die kommende Woche ist gut vorbereitet und ich freue mich auf die nächsten Termine bei denen ich meine Lösungsvorschläge und Ergebnisse präsentieren kann, und somit für zufriedene Anwender und gute partnerschaftliche Beziehungen sorge.

WAS WIR ALS ARBEITGEBER BIETEN

Getränke zur freien Entnahme, Individuelle Fortbildung, Gemeinschaftsaktivitäten, Flexible Arbeitszeiten, Entwicklungsmöglichkeiten, Prämierter KVP (tolle Ideen werden belohnt!), Flexible Arbeitszeitmodelle (zB Home-Office, 30 Stunden Woche) und Freizeit-/Unfallversicherung für jeden Mitarbeiter

Und viele andere Leistungen werden Sie während Ihrer CoPlanner Laufbahn entdecken.

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Als Fazit bleibt zu sagen, dass die Nähe und Distanz im Beratungsgeschäft in der BI-Branche Vor-und Nachteile hat. Zum einen hat man die Möglichkeit durch flexible Arbeitsmodelle je nach Sachlage mehr oder weniger zu arbeiten, entweder Remote oder vor Ort beim Kunden. Damit ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Kunden erfolgen kann, ist während der Arbeitswoche natürlich auch ein erhöhtes Reiseaufkommen zu erwarten. Aktivitäten im Privatbereich, wie z.B. Vereinssport, Beziehungen, etc. können schon zu kurz kommen, einen Ausgleich zu schaffen ist nicht einfach. Durch gezielte Planung der Arbeit, „remote“ oder vor Ort kann es jedoch gelingen, eine gute Work-Life-Balance zu erzielen. Wenn Kundentermine nicht geballt in einer Woche erfolgen, können Tätigkeiten im BackOffice in der zweiten Wochenhälfte online erfolgen. So verbleibt genügend Zeit am Morgen und am Abend für private Aktivitäten und der „Quality Time“ für Familie und Freunde. 

AUTOR

Julian absolvierte sein Studium der Informatik an der Fernfachhochschule Schweiz. Bei CoPlanner ist er als Junior Consultant für die Schwerpunkte Planung, Analyse und Reporting und deren Realisierung in Kundenprojekten zuständig.