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MICROSOFT ERWEITERT KÜNSTLICHE INTELLIGENZ IN AZURE

Cognitive Services sollen Künstliche Intelligenz (KI) auch Entwicklern ohne Machine-Learning-Kenntnisse zugänglich machen. Microsoft hat vier neue Dienste vorgestellt, die Texte analysieren, mit Formularen arbeiten, und in natürlicher Sprache mit den Nutzern kommunizieren.

Bis zum Jahr 2022 werden laut den Markforschern von IDC drei von vier Unternehmen Lösungen auf Basis von künstlicher Intelligenz einsetzen. Sie erhoffen sich davon vor allem Unterstützung bei der Verbesserung der Betriebseffizienz und ihrer Kundenservices. Microsofts will Unternehmen jeder Größe und aller Branchen in die Lage zu versetzen, künstliche Intelligenz einfach und umfassend zu nutzen. Dafür hat der Anbieter seine mehr als 30 vorhandenen Cognitive Services um vier Dienste ergänzt.

Azure Cognitive Services sind Schnittstellen für die Entwicklung intelligenter Apps. Sie versetzen Maschinen in die Lage, zu sehen, zu hören, ihre Umgebung kognitiv zu erfassen und in maschinenlesbare Daten umzuwandeln. Laut Microsoft brauchen Entwickler keine Machine-Learning-Kenntnisse, um mit diesen Schnittstellen zu arbeiten. Aktuell sind mehr als 30 dieser Dienste in den Bereichen Entscheidungsfindung, Spracherkennung und -eingabe sowie Bildanalyse und Websuche verfügbar. Microsoft hat nun vier neue Dienste vorgestellt.

Text Analytics, Formularerkennung und Sprachverarbeitung

Die Funktion Text Analytics for Health ermöglicht es Forschern und Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, unstrukturierte medizinische Daten für fundierte Erkenntnisse zu nutzen. Microsoft hat als Reaktion auf die Corona-Krise und in Zusammenarbeit mit dem Allen Institute of AI eine kostenlose Sammlung von mehr als 47.000 wissenschaftlichen Dokumenten erstellt, das COVID-19-Open-Research-Dataset. Zudem bietet Microsoft für die kognitive Suche eine neu entwickelte COVID-19-Suchmaschine, die Forscher dabei unterstützt, neue Erkenntnisse aus der Erforschung und Bekämpfung des Corona-Virus zu gewinnen.

Die Fortschritte bei der Verarbeitung natürlicher Sprache (Natural Language Processing, NLP) machen es Microsoft möglich, eine Opinion-Mining-Funktion für die Textanalyse anbieten. Diese erkennt Stimmungen in Texten und ermöglicht so zum Beispiel genauere Analysen von Kundenstimmen in Social Media.

Der ab sofort verfügbare Form Recognizer ist laut Unternehmensaussage in der Lage, unstrukturierte Daten zu erkennen, die zum Beispiel in Formularen mit Tabellen, Objekten und anderen Elementen enthalten sind. Normalerweise brauchen Unternehmen für diese Art von Daten eine manuelle Klassifizierung.

Kommunikation über 15 natürlich klingende Stimmen

Allgemein verfügbar sind ab sofort zudem die Custom Commands. Damit könnten Entwickler kundenspezifische Sprachfunktionen in Anwendungen integrieren, die gesprochene Sprache verarbeiten („Speech to Text“) und verstehen („Language Understanding“). Die Anwendungen kommunizierten über Voice Response und Text to Speech mit ihren Nutzern. Custom Commands erfordern laut Microsoft vergleichsweise wenig Programmieraufwand („Low Code“).

Die Funktion Neural Text to Speech erweitert die sprachlichen Fähigkeiten der Cognitive Services um 15 natürlich klingende Stimmen, die auf modernen Modellen für die neuronale Sprachsynthese basieren: Arabisch (Ägypten, Saudi-Arabien), Katalanisch (Spanien), Dänisch (Dänemark), Englisch (Indien), Hindi (Indien), Niederländisch (Niederlande), Polnisch (Polen), Portugiesisch (Portugal), Russisch (Russland), Schwedisch (Schweden), Thailändisch (Thailand), Chinesisch (kantonesisch, traditionell und taiwanesischer Mandarin).

Ausführliche Informationen und erste Kundenerfahrungen mit den neuen Cognitive Services von Azure AI finden sich im Blog-Beitrag „Azure AI: Build mission-critical AI apps with new Cognitive Services capabilities“ von Eric Boyd, Corporate Vice President für Azure AI bei Microsoft. 

Die Ersterscheinung ist auf www.isreport.de zu finden.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors durften wir den Beitrag in diesem Blog veröffentlichen.

AUTOR

Jürgen Frisch ist als ausgebildeter Journalist und seit mehr als als 18 Jahren in der IT-Branche unterwegs. Derzeit betreibt er ein eigenes Redaktionsbüro in Stuttgart. Aktuell schreibt er unter anderem für die IT-Fachzeitschriften Computer Zeitung, is report und Digital – die Zeitschrift für die Informationsgesellschaft.

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