Bekannter Big-Player jetzt im Hybrid- und Multi-Cloud Geschäft unterwegs

Wie sollte es auch anders sein, mit Amazon EKS Anywhere bietet das Unternehmen ab sofort eine offizielle Kubernetes-Distribution an, die auf Basis von VMware vSphere konzipiert ist. Die Lösung bietet diverse Möglichkeiten für die Bereitstellung und Verwaltung von Kubernetes-Clustern in Unternehmensrechenzentren. 

Bevor wir aber näher auf Amazon EKS Anywhere eingehen ein kurzer Blick auf die Cloud-Varianten:

Die "Public Cloud" ist für jedermann über das Internet frei verfügbar und zugänglich. Diese Cloud-Dienste werden von diversen externen Unternehmen weltweit bereitgestellt. Zu den drei größten öffentlichen und internationalen Cloud-Anbietern gehören Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud Platform.

Die "Privat Cloud" stellt ihre Cloud-Ressourcen ausschließlich bestimmten Unternehmen oder Organisationen zur Verfügung. Im Gegensatz zur "Public Cloud" ist sie nicht für die Allgemeinheit zugänglich.

Die "Hybrid Cloud" vereint die Vorteile der "Privat Cloud" und der "Public Cloud" und bietet somit Flexibilität und Sicherheit zu gleich.

"Multi-Cloud" ist die Nutzung mehrerer Cloud Computing- und Speicherdienste in einer einzigen heterogenen Architektur.

Was bietet Amazon EKS Anywhere?

Es ist fast nicht zu glauben, aber doch wahr: Für die Installation von Amazon EKS Anywhere müssen sich Kunden/Interessenten nicht wie gewohnt bei AWS anmelden bzw. registrieren oder einen separaten Vertrag abschließen. Der Quellcode wird vom Unternehmen auf GitHub für jedermann zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. 

Amazon EKS Anywhere basiert auf EKS Distro, der Open-Source-Distribution, die Sie bei der Erstellung zuverlässiger und sicherer Cluster unterstützt. EKS Anywhere ist ebenfalls Open-Source, aber im Gegensatz zu EKS Distro können Kunden auf Wunsch offiziellen Support von Amazon erwerben. Da es von AWS verwaltet und unterstützt wird, handelt es sich hierbei um eine sehr eigenwillige Distribution. Komponenten wie das Cilium-Netzwerk-Plugin können verwendet und nicht durch andere Plugins ersetzt werden. CNI-kompatible Plugins bleiben jedoch bei der EKS-Distribution weiterhin frei wählbar. 

Support kostet Geld

Das Ganze ist leider trotzdem nicht ganz billig inkl. Support: Kunden von AWS können ein EKS Anywhere Support-Abonnement für ein Jahr zu einem stolzen Preis von 24.000 US-Dollar pro Cluster oder direkt für drei Jahre zum einem Preis von 18.000 US-Dollar pro Cluster im Jahr erwerben. Eine weitere Voraussetzung bzw. Hürde ist ein aktiver Enterprise Support Plan, der bei 15.000 $ pro Monat beginnt. Wow!

Zum Start unterstützt EKS Anywhere verschiedene Plugins, die von AWS-Partnern und dem Cloud Native Ecosystem angeboten werden. EKS Anywhere kann auf einem Mac oder unter Linux installiert werden, um Cluster entsprechend in Entwicklungs- und Testumgebungen bereitzustellen. Es werden dabei die Vorteile des Docker-Desktops und der KIND-Umgebung auf macOS und der Docker Community Engine-Installationen in Ubuntu genutzt. Für eine aktive Produktionsumgebungen benötigen Kunden allerdings eine VMware vSphere 7.0 oder höher zur Bereitstellung und Administration von Clustern. 

Abhängigkeiten erschweren den Einsatz in anderen Umgebungen

Basierend auf der Cluster-API Schnittstelle und dem Cluster-API-Provider-Modell ist Amazon EKS auf VMware vSphere angewiesen. Diese Abhängigkeit erschwert den Einsatz in anderen Umgebungen, einschließlich Cloud-basierter Infrastrukturdienste wie Amazon EC2, Google Compute Engine oder Azure VMs. Da die VMware grundsätzlich auf den öffentlichen Cloud-Plattformen verfügbar ist, wird es sehr spannend sein zu erfahren, ob Amazon EKS Anywhere in diesen Umgebungen installiert werden kann. 

Verwaltung externer Cluster via Connector

Die EKS Console, die webbasierte Schnittstelle, die ursprünglich für die Verwaltung von EKS-Clustern in der Cloud eingeführt wurde, unterstützt nun auch die Registrierung und Verwaltung externer Cluster, auf denen Amazon EKS Anywhere läuft.

Unter dem Namen EKS Connector kann das Tool zur Verwaltung externer Kubernetes-Cluster verwendet werden, wie z.B. Google Kubernetes Engine oder Azure Kubernetes Service. Diese Connector-Funktion befindet sich aktuell noch in der öffentlich zugänglichen Testphase.

Mit Amazon EKS Anywhere tritt AWS nun als offizieller Big-Player in das Hybrid- und Multi-Cloud Geschäft ein und konkurriert mit den Produkten von Google und Microsoft.

Kubernetes Services: AWS vs. Azure vs. Google Cloud

Cloud-Service-Anbieter wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud Platform (GCP) spielen eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung fortschrittlicher Funktionen für Unternehmen zur Verwaltung ihrer Kubernetes-Architektur.
 

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