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WIE INTELLIGENT IST IHR BUSINESS?

DAS PHÄNOMEN "BI" IM ALLTAG. WIE WERDEN ENTSCHEIDUNGEN BEEINFLUSST, GETROFFEN ODER AUCH UNTERLASSEN?

Laut Definition des BARC* verstehen wir Business Intelligence als ein System, eine Technologie, einen Prozess, der den Entscheidern eines Unternehmens die gegenwärtige und zukünftige Unternehmenssteuerung auf Basis bereitgestellter und qualifizierter Informationen erleichtern soll. In der Endausbaustufe werden wir mit hoch komplexen Systemarchitekturen konfrontiert (ETL-Prozesse, Warehouse-Datenbanken, multidimensionale Analyse-, Berichts- und Planungssysteme). Im einfacheren Strukturkonzept dominieren aufeinander abgestimmte Teillösungen. Wie kommt nun der Mittelstand damit zurecht – Unternehmen also, die nicht über vielfältige Ressourcen und dazugehöriges Know-how verfügen? Was lässt sich dabei im Fachbereich Controlling immer wieder beobachten? Wie werden BI-Entscheidungen getroffen, wie werden sie beeinflusst und warum werden sie auch unterlassen?

BI im Mittelstand 2011/12. Status Quo, Ausblick und Empfehlungen, 2. Auflage

DER GESCHICHTE ERSTER TEIL

Starten wir mit einer kleinen Geschichte, um das Phänomen „BI“ im Alltagsgebrauch aus einem etwas anderen Blickwinkel zu erläutern. Diese Geschichte könnte sich so oder so ähnlich überall zugetragen haben. Es geht um einen kaufmännischen Entscheidungsträger, der sich wie so viele in seiner Situation in der Software-Evaluierungsphase zur Unterstützung des Controlling- und insbesondere des Planungsprozesses befindet. Um den Prozess ein wenig anspruchsvoller zu garnieren, muss zur leichteren Entscheidungsfindung in kurzer Zeit ein Prototyp bereitgestellt werden. Den ehrlichen coPlanner Consultants stehen wortgewaltige Vertriebsprofis des Zweitanbieters gegenüber. Das Match endet für coPlanner unerfreulich: 0:1. so ist nun einmal das Business.

DER GESCHICHTE ZWEITER TEIL

Ein Jahr später, unser genannter Entscheidungsträger hat das Unternehmen zwischenzeitig gewechselt, wird CoPlanner erneut mit der Bitte kontaktiert, ein Angebot zu legen. Die Präsentation der Software sei nicht mehr notwendig, man wisse noch genau, wie CoPlanner tickt. Der vertriebsgewaltige Sieger aus dem Erstprojekt wurde gar nicht mehr eingeladen. Damit steigen unsere Chancen erheblich. CoPlanner kommt der Bitte zur Angebotslegung erneut nach und versucht gleichzeitig preiselastisch zu agieren, um nun endgültig zu überzeugen. Es kommt, wie es kommen muss: CoPlanner ist wieder einmal zweiter Sieger. Ein klärendes Gespräch zwischen der CoPlanner-Geschäftsführung und unserem mittlerweile befreundeten Entscheider bringt die erhellende Erkenntnis zu Tage: „Wissen sie, wir suchen ja eigentlich ein BI-Werkzeug und keine Planungs-, Analyse- und Reportinglösung“.

ERKENNTNIS

Man war also auf der suche nach BI-Software, was immer sich hinter diesem Begriff verstecken möge. Der ursprüngliche Fokus nach einer All-In-One-Lösung wurde spontan durch ein Analyse-Werkzeug ersetzt. Ein Werkzeug, das Ist-Daten sehr anschaulich analysiert, aber hinsichtlich Planung, Forecasting, Soll-Ist-Analyse usw. ungeeignet ist. Unser Freund wird wohl weiterhin mit MS Excel planen müssen.

Wie ist es dazu gekommen? Zunächst wird für die nächste Budgetperiode eine Budgetvariante erstellt. Bis zur Präsentation der Ergebnisse in der Top-Management-Ebene vergehen vielleicht sechs bis acht aufreibende Wochen. Teilpläne wie Vertrieb, Produktion, Investitionen, Finanzierung usw. werden dort heftig diskutiert. Mit dem Ergebnis, dass der Controller nicht nur Änderungen vorzunehmen, sondern auch Worstcase- und Bestcase-Varianten zu erstellen hat. Das Gesamtbudget wird angepasst, Änderungen durchgeführt und noch mehr Fehler produziert. Die Zeit ist knapp, Modellkopien für die diversen Cases erhöhen die Belastungen. Um ein rechnerisch richtiges und ausgewogenes Konstrukt zu erwirken, wird manuell eingegriffen, um dem kaufmännischen Grundprinzip der summengleichheit Folge zu leisten. Der Controller schwört hoch und heilig, sich nie mehr diesem Chaos auszusetzen. Er hat damit seine Entscheidung getroffen: „Ein Planungs-, Analyse- und Reporting-Tool – vielleicht so etwas wie ein BI-Tool – muss her.“

Er will keine Zeit vergeuden und wird gleich am Beginn des Folgejahres damit starten. Die Zeit vergeht, es wird März, vielleicht sogar April. Dann erinnert er sich an sein Gelübde aus dem Vorjahr: Wir brauchen eine Software! Den Software-Auswahl-Prozess will er keinesfalls delegieren. Mangels Zeit will er aber auch nicht seine Anforderungen definieren. Er entschließt sich, BI-Hersteller einzuladen. Im Internet findet er eine stolze Liste. Von sehr mächtigen bis sehr kleinen Lösungsanbietern. Teilnehmer werden zu Präsentationen eingeladen – mit dem genialen Hintergedanken – sich damit einen informativen Marktüberblick zu erarbeiten, um danach die Entscheidung blitzschnell und glasklar treffen zu können. Das Ergebnis ist ernüchternd und genau umgekehrt. Mittlerweile hat der Sommer begonnen, es werden keine Entscheidungen mehr getroffen. Damit sind wir im Monat September, die Budgetierung für das nächste Jahr naht. Die Excel-Modelle aus dem Vorjahr werden ausgegraben. Aus welcher Variante soll die Kopie für das neue Budget gezogen werden? Der Frustrationslevel steigt erneut, nicht nur wegen der fehlerhaften Modelle, sondern auch wegen der unterlassenen Maßnahme im Frühjahr und der grauenvollen Erwartungen im bevorstehenden Herbst. Unser Controller schwört erneut: „Das ist mein letzter Budgetierungsprozess dieser Art.“ Zumindest in diesem Jahr!?

AUTOR

Mag. Dr. Walter Frühwirt hat an der Karl-Franzens-Universität Graz sowohl das Diplomstudium BWL als auch das dazugehörige Doktoratsstudium abgeschlossen. Von 1979 bis 1982 war Dr. Frühwirt dabei Universitätsassistent am Institut für Unternehmensführung. Später war er u.a. als Finanzchef eines englisch-französischen Rohstoffkonzerns tätig. Seit 1991 wirkt Dr. Frühwirt als geschäftsführender Gesellschafter der Wirtschaftsberatung BFB GmbH Nfg KG. Seit 1986 ist er zudem Universitätslektor an der Universität Graz, Wirtschaftsuniversität Wien und Universität Linz sowie an der FHS Wr. Neustadt. An der Karl-Franzens-Universität Graz unterrichtet Dr. Frühwirt momentan die Bachelorveranstaltung "Praxis des Controllings" im Rahmen der SBWL "Interne Unternehmensrechnung".

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In dieser spannenden und herausfordernden Position sind Sie mit einem erfahrenen Team für die Konzeption und Umsetzung kundenindividueller Lösungen in den Bereichen Planung, Analyse, Reporting verantwortlich. Neben der Implementierung unserer Softwarelösung führen Sie Kundenworkshops und Anwenderschulungen durch und unterstützen Sie den Vertrieb im PreSales Prozess. Mit Ihrem Wissen und Erfahrungen stehen Sie bei betriebswirtschaftlichen Fragestellungen Kundensupport. Falls wir Ihr Interesse geweckt haben und das Profil größtenteils übereinstimmt, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung und den Kontakt mit Ihnen.

 

IHR PROFIL

  • abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches oder technisches Studium (BWL, Informatik, Wirtschaftsinformatik) oder eine vergleichbare Ausbildung

  • Fundiertes betriebswirtschaftliches Know-how im Rechnungs-, Finanzwesen und Controlling / Business Intelligence

  • Mindestens 2 Jahre Berufserfahrung in einer vergleichbaren Tätigkeit oder eine Leitungsfunktion im Bereich Controlling

  • Fundierte Kenntnisse im Bereich von relationalen Datenbanken - insbesondere Microsoft SQL Datenbanken und Microsoft Integration Services sind von Vorteil

  • Kunden- und ergebnisorientierte Arbeitsweise

  • Analytisches und vernetztes Denkvermögen

  • Soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit

  • Selbständigkeit und Belastbarkeit

  • Reisebereitschaft

 

WIR BIETEN

  • Eine anspruchsvolle, interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit

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