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STANDARD ODER INDIVIDUALITÄT? BEIDES!

In der Business Intelligence wie im echten Leben gilt: jeder ist anders, hat seine individuellen Ideen, Bedürfnisse und Anforderungen. Eine Software die Controlling nachhaltig unterstützt muss dies berücksichtigen – man kann eben nicht alles über einen Kamm scheren. Andererseits, wenn man genau hinschaut und die Gesamtanforderung gedanklich in einzelne Teile zerlegt, dann zeigt sich, dass es wiederkehrende Komponenten sind die notwendig werden.

ZERLEGUNG IN DIE ATOMARE EBENE

Wie die gesamte Welt sich auf Atome und deren Kombination zerlegen lässt (ein Stück Kohle besteht aus den gleichen Atomen wie ein Diamant, nur die Anordnung ist anders), sind Anwendungen in CoPlanner aus einer endlichen Menge unterschiedlicher Objekte erstellt. Diese bietet das CoPlanner-Framework: Tabellen, Dimensionen, Hierarchien, Masken, Formen, SQL-Scripting etc. Die Kombination dieser Elemente kann (fast) jede erdenkliche Anforderung abdecken. Die Strukturierung der Anforderung muss einen Rechenweg vorgeben, wie Daten verarbeitet werden sollen. Auch wenn – aktueller Hype – selbstlernende Systeme implementiert werden sollen, muss doch eine Vorgabe gemacht werden was denn wie erreicht werden soll.

ZUSAMMENFÜHREN VON BAUSTEINEN ALS DESIGNPRINZIP

Die Erstellung von Lösungen aus diesen Elementen ist nicht schwer, doch man wird Zeit sparen, wenn grundlegende Funktionen schon als Baustein vorhanden sind die wiederverwendet werden können. Diese Bausteine bietet dann ein Grundgerüst um Applikationen schneller zu erstellen. In jedem Projekt legen wir Wert darauf solche Elemente zu identifizieren und, wenn es einen solchen noch nicht gibt, den Baukasten um eine weitere Facette zu erweitern. Ein paar willkürlich ausgewählte Beispiele für solche Bausteine:

Beispiel #1 WORKFLOW

Ein Workflow ist ein vordefinierter Weg, egal ob er mehrere Freigabestufen benötigt oder nicht, ob das Workflow-Kriterium der Anwender, die Kostenstelle, die Kundengruppe, etwas anderes oder eine Kombination aus mehreren dieser Kriterien ist. Somit haben wir den Baustein „Workflow“ abstrahiert von konkreten Kundenmodellen als generischen Baustein: Ein Workflow ist eine Sammlung an Aufgaben, die dem Anwender je nach seinen Rechten und der Prozesssituation vorgelegt werden sollen, deren Abarbeitung überwacht und die einen Status und Reihenfolgen verarbeiten kann.

Beispiel #2 MENGEN- PREIS & UMSATZPLANUNGEN

Ein Objekt das Mengen und Preise miteinander verknüpft um daraus einen Geldbetrag zu errechnen ist in fast jedem BI-Projekt zu finden. Sei es die Umsatzplanung (Menge * Preis = Umsatz), die Produktionsplanung (zu produzierende Menge * Rohstoffmenge * Preis = Wareneinsatz) oder die Personalplanung (Monate * Gehalt = Jahresgehalt) – es lässt sich auf eine grundlegende Funktion zurückführen. Diese führt die Berechnung aus, stellt die korrekte Aggregation sicher (gewichteter Durchschnitt für Preise!) und erlaubt die alternative Erfassung: Eingabe in Preis, in Umsatz und auch in die Menge soll möglich sein und die Daten dennoch konsistent sein.

Beispiel #3 ERGEBNISRECHNUNGEN

Die Frage ob eine Measure für das Jahr gesamt addiert werden darf oder ob für den Jahreswert ein (gewichteter) Durchschnitt oder der Stichtagesbetrag verwendet werden soll stellt sich immer wieder – einmal als Baustein sauber implementiert, kann dies in verschiedenen Anwendungsszenarien (Bilanz, Headcounts) verwendet werden.

Beispiel #4 SAISONVERTEILUNGEN: STAUCHEN UND SPREIZEN

Die Anwendung einer Saisonverteilung ist auf den ersten Blick trivial – etwas komplexer wird es, wenn die Muster-Saisonverteilung und der Zeitraum, für den sie angewandt werden soll voneinander abweichen. Haben wir die Saisonverteilung für 6 Monate definiert (z.B. eine Projektintensitätskurve), wie wendet man dieses Muster an das nicht 6 Monate, sondern 11 Monate läuft? Ein Projekt aus dem Maschinenbau führte dazu, daß wir den entsprechenden Baustein vorliegen haben.

Eine konkrete Anwendung besteht auf der Kombination dieser (und anderer Bausteine), so dass die Funktionalität der Ziel-Applikation erfüllt wird (zum Beispiel eine Planungsanwendung, eine Vertragsverwaltung, eine Reisekostenabrechnung etc).

BAUGRUPPEN

Für einige Anwendungsfälle ist der Freiheitsgrad der Anforderung geringer, nämlich dann, wenn die Logik und Funktionsweise extern oder fachlich vorgegeben ist. Ein offensichtliches Beispiel ist die Legal-Konsolidierung die grundsätzlich nach den Vorgaben des Gesetzgebers zu funktionieren hat, oder die Finanzplanung, bei der Zusammenhang zwischen GuV, Cash-Flows und der Bilanz nach allgemein anerkannten Regeln zu erfolgen hat. 

CoPlanner bietet daher vorgefertigte Baugruppen als fachliche Module an: eine vorgegebene Zusammenstellung von Bausteinen, die in ihrem Zusammenspiel die Anforderungen lösen:

Dies sind zum Beispiel Module für die erwähnte Legal-Konsolidierung, aber auch für Personalplanung, Kosten- und Leistungsrechnung und vieles mehr.

INDIVIDUALISIERTE STANDARDS

Baugruppen und Bausteine sind nicht statisch – sie können über die Objekte des Frameworks an individuelle Anforderungen angepasst werden. Sie bleiben aber untereinander kompatibel, analog einem Lego-Baukasten, mit dem der Nachwuchs aus der immer gleichen Grundgesamtheit unterschiedlichste Ergebnisse hervorbringt. 

AUTOR

Seit seinem Abschluss als Dipl. Wi.-Ing an der TU Karlsruhe 1994 ist Heinrich Nordsieck im Bereich Business Intelligence aktiv und kennt viele CPM-Tools aus eigener Praxis. 2000 gründete er gemeinsam mit Partnern die Axus AG in München, die schon früh das Potential des Werkzeugs CoPlanner erkannte und als deren Partner in Deutschland aktiv war. 2007 wurde die Axus AG durch die pmOne übernommen und er war als VP CPM in leitender Funktion tätig. Der CPM-Connaisseur ist seit Anfang 2016 als Gesellschafter und Geschäftsführer in der CoPlanner GmbH aktiv. Sein Steckenpferd ist die Transformation von Kundenanforderungen in funktionierende Lösungen, und er ist stolz darauf dass diese Lösungen über viele Jahre oder gar Jahrzehnte erfolgreich eingesetzt werden.

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